In Schweizer Bilanzen steckt eine gefährliche Hoffnung : Manager beurteilen die Zukunft bei Firmenübernahmen zu optimistisch. Bereits müssen Konzerne wie Logitech, Nestlé und Roche Abschreiber vornehmen

Item Type Newspaper
Abstract Artikel von Armin Müller mit Studienergebnissen und Zitaten von Peter Leibfried: Die Gefahr von Goodwillblasen steigt. Starke Konjunktureinbrüche, die anhaltende Frankenstärke oder plötzlich steigende Zinsen können sie zum Platzen bringen, ebenso wie neue Wettbewerber oder abrupte Veränderungen des Geschäftsmodells durch neue Technologien. Gemessen am Eigenkapital sind Adecco und Swisscom die Spitzenreiter unter den SMI-Firmen. Der Goodwill macht bei ihnen mehr als 90 Prozent des Eigenkapitals aus. Bei ABB sind es 62 und bei Givaudan 50 Prozent. Solange die Cashflows sprudeln, ist das kein Problem. Gefährlich wird es, wenn die Erträge stark zurückgehen. Dann vernichtet der nötige Abschreiber grosse Teile des Eigenkapitals. Wenn das Management es versäumt, die in der Bilanz tickende Zeitbombe rechtzeitig zu entschärfen, muss der Abschreiber in der Not vorgenommen werden, wenn die Erträge bereits unter Druck sind. Die Rechnungslegungsexperten haben das Problem erkannt. Mitte Juni hat die IASB, das Gremium zur Entwicklung der internationalen Rechnungslegungsnormen, ein Projekt zur Überprüfung der Goodwillbehandlung auf die Agenda gesetzt.
Authors Müller, Armin
Journal or Publication Title Sonntagszeitung
Language German
Keywords Goodwill, Goodwill-Abschreibung
Subjects business studies
HSG Classification contribution to practical use / society
Refereed No
Date 12 July 2015
Publisher TA-Media AG
Place of Publication Zürich
Number 10
Page Range 32
Depositing User Esther Bannwart Notter
Date Deposited 13 Jul 2015 09:59
Last Modified 20 Jul 2022 17:25
URI: https://www.alexandria.unisg.ch/publications/242462

Download

Full text not available from this repository.

Citation

Müller, Armin: In Schweizer Bilanzen steckt eine gefährliche Hoffnung : Manager beurteilen die Zukunft bei Firmenübernahmen zu optimistisch. Bereits müssen Konzerne wie Logitech, Nestlé und Roche Abschreiber vornehmen. In: Sonntagszeitung (2015), 10, S. 32.

Statistics

https://www.alexandria.unisg.ch/id/eprint/242462
Edit item Edit item
Feedback?