Kommunismus als Wille und Wahn

Item Type Newspaper
Abstract Andrei Platonows Werk gehört zum innersten Kanon der russischen Literatur. Stellvertretend für viele Stimmen, hat Joseph Brodsky den eminenten Rang Platonows unterstrichen und gleichzeitig auch kritisiert, dass die sowjetische Tabuisierung der beiden Romane «Tschewengur» und «Die Baugrube» sowohl die russische Literatur als auch die nationale Psyche um fünfzig Jahre zurückgeworfen habe. In der Tat erkundete Platonow mit seinem Schreiben neue Möglichkeiten der menschlichen Selbstreflexion unter den Bedingungen des Stalinismus. Er verwendete eine scheinbar realistische Sprache, die jedoch eine eigene, absolut phantastische Welt hervorbringt. Deutlicher als in jeder dokumentarischen Prosa kann man hier die verzweifelte Lage des Künstlers in einem totalitären System beobachten.
Authors Schmid, Ulrich
Journal or Publication Title Neue Zürcher Zeitung : NZZ
Language German
Subjects cultural studies
HSG Classification contribution to practical use / society
HSG Profile Area SHSS - Kulturen, Institutionen, Maerkte (KIM)
Date 12 August 2017
Publisher Neue Zürcher Zeitung
Place of Publication Zürich
Volume 238
Page Range 45
ISSN 0376-6829
Official URL https://nzz.genios.de/document/NZZ__20170812022441...
Depositing User Dr. Oleksii Chebotarov
Date Deposited 30 Aug 2017 05:33
Last Modified 20 Jul 2022 17:31
URI: https://www.alexandria.unisg.ch/publications/251488

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Schmid, Ulrich: Kommunismus als Wille und Wahn. In: Neue Zürcher Zeitung : NZZ 238 (2017), S. 45.

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