Die digitale öffentliche Urkunde im Kontext der AG

Item Type Journal paper
Abstract

«Der Begriff der ‹Digitalisierung› erlebt seinen (mindestens) zweiten ‹Frühling›.» Während das «digitale Zeitalter» vor mehr als zwei Jahrzehnten ins Rollen kam, erfasst und beeinflusst die Digitalisierung die Gesellschaft nun in einer zweiten Phase viel tiefgreifender. Dies lässt sich z.B. in der «Entmaterialisierung der schriftlichen Kommunikation» feststellen – das Papier «als Träger allgemeiner Informationen […] und rechtsgeschäftlicher Willensäusserungen » wird zunehmend verdrängt. Die Digitalisierung beeinflusst auch die juristische Branche. So bedient sich die juristische Recherche heute weitgehend digitaler Quellen, und auch elektronisch geführte Akten sind bei Anwälten keine Seltenheit mehr. Dennoch nimmt das Papier in der Juristen- und Behördenwelt noch immer eine dominante Rolle ein. Dies zeigt sich vor allem im Kontakt mit Gerichten und Behörden. Nicht nur die elektronische Akteneinsicht sucht man meistens vergebens, auch elektronische Eingaben sind nicht überall möglich. Nach der Totalrevision der Verordnung über die elektronische öffentliche Beurkundung hat der Bundesrat Ende Januar 2019 den Vorentwurf des Bundesgesetzes über die Erstellung elektronischer öffentlicher Urkunden und elektronischer Beglaubigungen (EÖBG) in die Vernehmlassung geschickt. Damit soll der konsequente Schritt zur vollständigen elektronischen öffentlichen Beurkundung vollzogen werden, indem künftig das Original einer öffentlichen Urkunde elektronisch erstellt werden soll. Die öffentliche Urkunde nimmt als strengste gesetzliche Formvorschrift insbesondere auch im Gesellschaftsrecht eine prominente Rolle ein. So bedarf beispielsweise sowohl die Gründung einer Aktiengesellschaft (AG) als auch deren Kapitalerhöhung einer öffentlichen Urkunde. Der vorliegende Artikel beschäftigt sich deshalb mit der Frage, welche Auswirkungen die Digitalisierung der öffentlichen Urkunde auf die AG hat.

Authors Müller, Lukas & Pafumi, Lara
Journal or Publication Title Reprax : Zeitschrift zur Handelsregisterpraxis
Language German
Keywords Notar, Notariat, digitale öffentliche Urkunde, öffentliche Urkunde, Digitalisierung, Beglaubigung, Behördenverkehr, elektronischer Behördenverkehr, Handelsregister, Gesellschaftsrecht, Aktiengesellschaft, AG, Beurkundungszwang, Formvorschriften, Beurkundungsverfahren, Art. 55 SchlT ZGB, Art. 55a SchlT ZGB, EÖBG, Bundesgesetz über die Erstellung elektronischer öffentlicher Urkunden und elektronischer Beglaubigungen, online-GV, online-Gründung
Subjects law
HSG Classification contribution to scientific community
HSG Profile Area LS - Business Enterprise - Law, Innovation and Risk
Refereed Yes
Date 5 May 2020
Publisher Schulthess
Place of Publication Zürich
Volume 22
Number 1
Page Range 45-82
Number of Pages 37
ISSN 1424-3628
Publisher DOI https://www.swisslex.ch/doc/essay/31ab0550-29cb-4a88-8fa8-273acb7c415a/source/periodical-toc-document-link
Official URL https://www.swisslex.ch/doc/essay/31ab0550-29cb-4a...
Contact Email Address lukas.mueller3@unisg.ch
References Download via Swisslex: 1) https://www.swisslex.ch/doc/essay/31ab0550-29cb-4a88-8fa8-273acb7c415a/source/periodical-toc-document-link 2) https://www.swisslex.ch/doc/essay/a7d1f2f0-d825-40e8-bf35-371ea05b1c76/source/document-toc-forward
Depositing User Prof. Dr. Lukas Müller
Date Deposited 05 May 2020 12:27
Last Modified 08 Sep 2020 14:41
URI: https://www.alexandria.unisg.ch/publications/259662

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Citation

Müller, Lukas & Pafumi, Lara (2020) Die digitale öffentliche Urkunde im Kontext der AG. Reprax : Zeitschrift zur Handelsregisterpraxis, 22 (1). 45-82. ISSN 1424-3628

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