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Social Media Journalismus

abstract Der Journalismus verändert sich. Bewährte Geschäftsmodelle vermögen immer weniger Qualitätsjournalismus zu finanzieren. Soziale Medien verändern die Produkte an sich, aber auch das Verhältnis zu den Rezipienten. Das =mcminstitute unterstützt in unterschiedlichen Projekten Redaktionen auf ihrem Weg in eine digitale Zukunft.

Die Schweizer Printpresse hat in den Jahren 2000 bis 2010 rund 33 Prozent ihres Umsatzes aus dem Werbemarkt verloren. Bei den Tageszeitungen liegt dieser Anteil je nach Titel gar zwischen 40 und 58 Prozent (zwischen 2002 und 2010). Doch nicht nur die Werbebudgets wandern von den klassischen Medien in den online Bereich ab: Das Internet stellt für die Leserschaft, vor allem unter den hochgebildeten Segmenten, unteredessen die wichtigste Informationsquelle für Nachrichten dar. Die Schweizer Presselandschaft steht in dieser Entwicklung nicht alleine, ein ähnliches Bild bietet sich beispielsweise in Deutschland, Grossbritanien oder den USA. Die Suche nach neuen Geschäftsmodellen stellt eine Herausforderung dar.

Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen bleibt zu beachten, dass eine Studie des Pew Research Center’s Project for Excellence in Journalism (2010) gezeigt hat, dass Printmedien noch immer die Quellen darstellen, welche die meisten (wirklich) neuen Nachrichten veröffentlichen. Und frägt man beispielsweise Vertreter von Google, die mit Google News zurzeit auf den kostenlosen Zugang zu Qualitätsjournalismus bauen, so steht ausser Frage, dass die Leser in Zukunft (wieder) bereit sein werden, für professionellen Journalismus zu bezahlen. Bleibt nur und der Weg dorthin.

Doch die Suche nach neuen, nachhaltigen Geschäftsmodellen stellt für die Branche nicht die einzige Herausforderung dar. Eine zweite Dynamik, die nicht losgelöst von der erstgenannten zu betrachten ist, fordert Journalisten und Redaktionen in ihrem Arbeitsalltag: Der Einsatz von Sozialen Medien verändert den Journalismus. Von der Recherche über die Organisation der Redaktionsarbeit bis zu den Beziehungen zu den Leserinnen und Lesern stellen die sozialen Medien neue Anforderungen an den Journalismus und verändern dabei alte Rollenbilder.

taz - Der Weg in eine digitale Zukunft
Die genossenschaftsfinanzierte taz (Tageszeitung aus Berlin) steht auch in Zeiten der Krise für unabhängigen Journalismus. In diesen Zeiten des Wandels hat sie einen pragmatischen Weg gewählt und holt sich Unterstützung von genau jener Kundengruppe, die sich in der Schweiz am stärksten online Nachrichten zuwendet: Studierenden. Und so dürfen sechs Studierende der Universität St. Gallen (unter der Betreuung von Miriam Meckel und Stephanie Grubenmann) die Zeitung über drei Semester in einem Anwendungsprojekt unterstützen. Ziel des Projekts: Der Weg in die digitale Zukunft.

Tamedia - Social Media Journalism
Auch Tamedia befasst sich aktiv mit ihrer digitalen Zukunft, bzw. mit ihrem digitalen Alltag. Das Ziel eines gemeinsamen Projekts ist es, die Chancen, welche Social Media für den Journalismus bieten, zu ergründen. In Workshops werden unterschiedliche Bereiche der redaktionellen Tätigkeit und ihre Anknüpfungspunkte zu Social Media besprochen. Das Ziel der Zusammenarbeit ist es, in den Redaktionen ein Bewusstsein für den Umgang mit Social Media zu schaffen und nach Potentialen für die unterschiedlichen Tamedia-Produkte zu suchen.
   
keywords Social Media, Journalismus, Medienmanagement
   
homepage http://www.mcm.unisg.ch/Chairs/MCM+2/Projects/Social+Medi...
partner
type applied research project
status ongoing
start of project 2011
end of project 2013
principal taz, Tamedia
additional informations
topics Soziale Medien, Journalismus, (Kultur-)Wandel, Innovation,
methods Befragungen, Workshops
contact Stephanie Grubenmann