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Der Begriff des Terrorismus im Völkerrecht

Kurzfassung Obwohl der Terrorismus mittlerweile einen internationalen Charakter hat, ist es bislang nicht gelungen, sich im Völkerrecht auf einen allgemein anerkannten Terrorismusbegriff zu einigen. Die Hauptgründe liegen zum einen in der Vielfalt der Erscheinungsformen des Terrorismus, zum anderen in den unterschiedlichen politischen Sichtweisen (plakativ ausgedrückt: wer für den einen ein Terrorist ist, ist für den anderen ein Freiheitskämpfer).

Das Fehlen eines völkerrechtlichen Terrorismusbegriffs stellt das Haupthindernis für die Verabschiedung eines umfassenden Übereinkommens über den internationalen Terrorismus dar, eines Vorhabens, das seit mehreren Jahren vergeblich von den Vereinten Nationen verfolgt wird. Darüber hinaus führt die mangelnde Definition zu erheblichen Schwierigkeiten bei der Umsetzung der sonstigen völkerrechtlichen Terrorismusbekämpfungsinstrumente. Die Frage nach dem Terrorismusbegriff im Völkerrecht ist daher eine sowohl wissenschaftlich herausfordernde als auch praktisch relevante Problematik, die nicht nur eine juristische Analyse, sondern auch die Berücksichtigung politischer Hintergründe erfordert.

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, auf der Basis eines zu-sammengetragenen umfassenden Datenmaterials einen sowohl wissenschaftlich umfassenden als auch für die Praxis allgemein akzeptablen völkerrechtlichen Terrorismusbegriff zu entwickeln. Die Ergebnisse sollen in Form einer englischsprachigen Monographie veröffentlicht werden.
   
Schlagwörter (Tags) Terrorismus, Definition, Völkerrecht
   
Partner
Typ Grundlagenforschungsprojekt
Status abgeschlossen
Projektstart 2006
Projektende 2007
Weitere Informationen
Themen Definition des Terrorismus, Gründe für Divergenzen bzw. für die mangelnde Einigung auf einen Begriff.
Methoden Im Rahmen des Forschungsvorhabens sollen alle bestehenden Terrorismusbegriffe in völkerrechtlichen Instrumenten gesammelt, geordnet und systematisiert werden. Dem schliesst sich eine Untersuchung ihrer Übereinstimmungen und Unterschiede sowie eine Aufarbeitung der rechtlichen wie politischen Gründe für die existierenden Meinungsdivergenzen unter den Staaten an. Die Untersuchung der Völkerrechtspraxis wird ergänzt durch eine Analyse der wissenschaftlichen Literatur. Sie bietet weitere, zum Teil neue Begriffsbestimmungen bzw. andere Problemlösungswege an.
Kontakt Kerstin Odendahl