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Standards guter Unternehmensführung: Was leisten Initiativen der Corporate Governance und der CSR für die verdiente Reputation von Unternehmen? (Auftragsstudie eines grösseren deutschen Arbeitgeberverbands)

abstract Der Ruf der Unternehmen in der breiteren Öffentlichkeit ist – vor allem in Deutschland – auf einem historischen Tiefstand. Einer repräsentativen Studie im Auftrag der Stiftung „Wertvolle Zukunft“ halten lediglich 13 Prozent der Deutschen „das Wirtschaftssystem in Deutschland“, wie es sich derzeit präsentiert, für „gerecht“ oder „eher gerecht“. Dies korrespondiert mit den Erfahrungen, die Unternehmen und ihre Verbände im täglichen Umgang mit Bürgern und Politikern machen: Sie werden mit deren Unmut über eine Führungskultur konfrontiert, die nur noch einen Wert zu kennen scheint: den Unternehmenswert.
Für Wirtschafts- und Arbeitgerberverbände stellt sich angesichts dieser Situation die Frage, mit welchen Botschaften und Handlungsempfehlungen sie an die Öffentlichkeit bzw. die eigenen Mitgliedsunternehmen angemessener Weise treten sollen. Um das Vorfeld dieser Frage zu sondieren, hat ein solcher Verband, der angesichts der Brisanz des Themas ungenannt bleiben möchte, dem Institut den Auftrag erteilt, zu untersuchen, welche Aussagen hochkarätigen Initiativen guter Unternehmensführung, sei es unter dem Titel „Good Corporate Governance“ (CG)oder „Corporate (Social) Responsibility“ (CSR), zu Schlüsselthemen gesellschaftsbezogener Unternehmensverantwortung Stellung nehmen.
Dabei geht es um die Sichtweisen und Empfehlungen ausgewählter CG- und CSR-Initiativen zu zwei Themenbereichen bzw. Problemfeldern: Der Frage der Angemessenheit von Managervergütungen einerseits, der Frage der Standorttreue andererseits. Zudem sollen die Initiativen daraufhin untersucht werden, welches Konzept von Unternehmensethik ihnen zu Grunde liegt (funktionalistische, separative oder integrative Unternehmensethik).
Als Mitarbeiter konnten Thomas Kuhn, Heiko Spitzeck und Stefan Streiff gewonnen werden. Die Konzeptentwicklung und Gesamtauswertung lag bei Ulrich Thielemann (Federführung) und Peter Ulrich.
Insgesamt wurden 12 nationale und internationale Initiativen (6 im Bereich der Corporate Governance, 6 im Bereich der CSR) untersucht, 5 davon allerdings nur zu einem der beiden Problemfelder. Zu den Initiativen zählen etwa der ISO Standard 26000 „Social Responsibility“, der UN Global Compact, die OECD-Grundsätze der Corporate Governance, der Deutscher Corporate Governance Kodex, das EU-Grünbuch zu CSR. Mit den Arbeiten wurde im Oktober 2007 begonnen; Ende Mai 2008 wurde der Bericht an den Auftraggeber abgeschlossen.
Im Herbst 2008 wird der Bericht im Einverständnis mit dem Auftraggeber zu einer wissenschaftlichen Buchveröffentlichung erweitert. Das von U. Thielemann und P. Ulrich verfasste Buch ist unter dem Titel "Standards guter Unternehmensführung: Zwöf internationale Initiativen und ihr normativer Orientierungsgehalt" als Band 43 der St. Galler Beiträge zur Wirtschaftsethik im Januar 2009 erschienen.
   
keywords Gute Unternehmensführung, Corporate Governance, Corporate Social Responsibility
   
partner
type consulting project
status completed
start of project 2008
end of project 2009
additional informations
topics Corporate Governance, Corporate Social Responsibility, gute Unternehmensführung
methods Theoriegeleitete Interpretation von zwölf nationalen und internationalen Standards
contact Ulrich Thielemann