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Einflussfaktoren bei Entscheidungen von Staatsanwälten:

Kurzfassung Sind Staatsanwälte in ihren Entscheidungen beeinflusst und wenn ja, sind sie sich dessen bewusst? Im Rahmen einer rechtspsychologischen Studie mit 179 Staatsanwälten aus der Schweiz wurde diese Frage untersucht. Im ersten Teil der Studie wurde geprüft, inwieweit Staatsanwälte Einflussfaktoren bei ihren Entscheidungen bewusst wahrnehmen. Im zweiten Teil wurde anhand eines Experiments überprüft, ob diese Faktoren tatsächlich einen Einfluss auf ihre Entscheidungen haben, und insbesondere inwieweit Moraldilemmata der Beschuldigten das Strafmass beeinflussen. Die Ergebnisse der Studie verdeutlichen, dass sogenannte „rechtlich legitime“ Einflussfaktoren wie „Vorstrafen“ und „Deliktschwere“ sowie „rechtlich nicht legitime“ Einflussfaktoren wie "Geschlecht" und "Nationalität" des Beschuldigten in unterschiedlichem Masse Eingang in staatsanwaltliche Entscheidungen finden und Einfluss auf das Strafmass haben. Die Staatsanwälte nehmen diese Einflüsse nur teilweise wahr. Die Bewusstwerdung der Beeinflussbarkeit ihrer Entscheidungsfindung soll den Staatsanwälten ermöglichen, diese ausgewogener zu gestalten.
   
Typ Artikel (wissenschaftliche Zeitschrift)
   
Schlagwörter (Tags) Staatsanwälte, Entscheidung, Einflussfaktoren, Psychologie, Moraldilemma.
   
Projekt Die Tätigkeit von Staatsanwälten aus psychologischer Sicht
Sprache Deutsch
Art des Artikels Journal Artikel
Erscheinungsdatum 9-2012
Zeitschrift Schweizerische Zeitschrift für Kriminologie (SZK)
Verlag Stämpfli Verlag (Bern)
ISSN 1660-2501
ISSN (online) 1660-2501
Jahrgang bzw. Volume 2012
Nummer bzw. Issue 02
Seite(n) 29-44
Review Double-Blind Review
   
Zitation Ludewig, Revital ; Dematteis, Bianca ; LaLlave, Juan: Einflussfaktoren bei Entscheidungen von Staatsanwälten:. In: Schweizerische Zeitschrift für Kriminologie (SZK) 2012 (2012), Nr. 02, S. 29-44.