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Das Ende der Demokratie

abstract Vor gut 15 Jahren verkündete der damalige Präsident der Deutschen Bundesbank, Hans Tietmeyer, im erlauchten Kreise des Weltwirtschaftsforums Davos das Ende der Volkssouveränität. Er habe „bisweilen den Eindruck, dass sich die meisten Politiker immer noch nicht darüber im Klaren sind, wie sehr sie bereits heute unter der Kontrolle der Finanzmärkte stehen und sogar von diesen beherrscht werden“.
Das offenbar mehrheitlich marktlibertär geprägte oder vom Marktlibertarismus profi tierende Publikum quittierte die Aussage im eher stillen Kreise des Weltwirtschaftsforums mit lang anhaltendem Beifall.1 Auf die Frage, wer sein Favorit im Präsidentschaftswahlkampf ist, antwortete der langjährige
Vorsitzende der US-Notenbank, Alan Greenspan, im September 2007: „Vielleicht zuerst einmal das: Wir haben das Glück, dass die politischen Beschlüsse in den USA dank der Globalisierung größtenteils durch die weltweite Marktwirkung
ersetzt wurden. Mit Ausnahme des Themas der nationalen Sicherheit spielt es kaum eine Rolle, wer der nächste Präsident wird. Die Welt wird durch Marktkräfte regiert.“
   
type journal paper
   
keywords Demokratie, Wirtschaftsethik, Eurokrise, Weltfinanzkrise
   
language Deutsch
kind of paper journal article
date of appearance 15-12-2011
journal Wirtschaftsdienst
publisher Springer (Berlin)
ISSN 0043-6275
ISSN (online) 1613-978X
DOI 10.1007/s10273-011-1307-6
volume of journal 91
number of issue 12
page(s) 820-823
review not reviewed
   
citation Thielemann, U. (2011). Das Ende der Demokratie. Wirtschaftsdienst, 91(12), 820-823, DOI:10.1007/s10273-011-1307-6.