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Die KMU in der Schweiz und in Europa

Margrit Habersaat, Alain Schönenberger & Walter Weber

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abstract (Vorwort:)
Die Schweizer KMU in einer europäischen Perspektive

Seit mehreren Jahren hat die Schweiz Gelegenheit, an den Arbeiten des Europäischen Beobachtungsnetzes für KMU teilzunehmen – einem Netz von Universitätsspezialisten mit der Aufgabe, der Europäischen Kommission eine Gesamtsicht im Bereich der kleinen und mittleren Unternehmen zu verschaffen. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) kann in diesem Rahmen auf Partner zählen,
deren Kompetenz über die europäischen Grenzen hinaus anerkannt ist. Ich spreche von den Forschern der Arbeitsgemeinschaft Observa, welche das Schweizerische Institut für gewerbliche Wirtschaft an der Universität St. Gallen und das Genfer Institut Eco’Diagnostic umfasst. Ihnen sei an dieser Stelle für ihren Einsatz gedankt.
Die vergleichenden Studien im Rahmen des Europäischen Beobachtungsnetzes für KMU erlauben es, sehr wichtiges Material über die verschiedensten Themen zu sammeln und, vor allem, diese Fakten auf kontinentaler Ebene zu betrachten. Dabei fallen einem in unserem Land zahlreiche Phänomene und Probleme auf, die sich
gleichermassen bei unseren Nachbarn finden. Man stellt fest, dass die grossen Unternehmen wenig zahlreich sind: Es sind in der Schweiz weniger als 1000. Aber wenn auch die KMU eine grosse Rolle in unserer Wirtschaft spielen und etwa drei von vier Arbeitsplätzen stellen, so ist dieses Gewicht nicht grösser als im Durchschnitt der Länder des Europäischen Wirtschaftsraumes.
Da es bisweilen schwierig ist, sich aus den rund 400 Seiten des jährlichen Berichts des Europäischen Beobachtungsnetzes für KMU ein Gesamtbild der Situation unserer KMU zu machen, haben wir Observa beauftragt, einen Teil der Informationen in einer Broschüre zusammenzutragen und die verfügbaren Informationen über unser Land zu konzentrieren. Das Dokument, das Sie in den Händen halten, stellt viele Analysen vor, mit denen wir uns im Bezug zu unseren europäischen Nachbarn positionieren können. Ich wähle das Beispiel der Unternehmensdemographie – einen Bereich, der
wegen seiner Indikatorenfunktion für die Dynamik der einzelnen Volkswirtschaften das Objekt intensiver Harmonisierungsanstrengungen auf internationaler Ebene
darstellt. Observa zeigt (vgl. Kapitel 1.7), dass unser Land verhältnismässig gut plaziert ist, wenn man die Netto-Unternehmensgründungen analysiert und dabei
nicht nur die Neuzugänge berücksichtigt, wie das für eine vorausgegangene Ausgabe des Berichtes des Beobachtungsnetzes für KMU getan wurde. Dieses gesamtheitliche Bild lässt meiner Ansicht nach ein anderes wesentliches Element hervortreten:
Es gibt kein «durchschnittliches» kleines oder mittleres Unternehmen, sondern mehrere KMU-Typen oder -Gruppen mit spezifischen Bedürfnissen und mit spezifischem Verhalten. Dies ist sicher eine Schlüsselgrösse für ein besseres Verständnis einer manchmal sehr komplexen Wirklichkeit.
Ich wünsche Ihnen anregende Lektüre.

Philippe Jeanneret
Leiter der Task Force KMU
Staatsskretariat für Wirtschaft
   
type book (Deutsch)
   
keywords Klein- und Mittelunternehmen, KMU
   
project KMU-Politik und -Struktur
date of appearance 2001
publisher Staatssekretariat für Wirtschaft (Bern)
series title Seco-Publikation. Standortförderung (3)
page(s) 75
citation Habersaat, M., Schönenberger, A., & Weber, W. (2001). Die KMU in der Schweiz und in Europa. Bern: Staatssekretariat für Wirtschaft.