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Fehler erster und zweiter Art im Strafrecht – oder was das Nichtingangsetzen der Parkuhr mit induktiver Statistik zu tun hat

abstract In dem Aufsatz wende ich das sogenannte Neyman-Pearson-Paradigma aus der induktiven Statistik auf Fragen an der Schnittstelle zwischen Beweisrecht und materiellem Strafrecht an. Das Neyman-Pearson-Paradigma formuliert die Überprüfung von Hypothesen als Entscheidungsproblem, wobei stets Fehler erster Art und Fehler zweiter Art auftreten. Die beiden Fehlertypen lassen sich je für sich, aber nicht gleichzeitig minimieren.

Ist wegen Beweisschwierigkeiten das Risiko von Fehlern zweiter Art besonders gross, wird die Strafbarkeit oft vorverlagert. Dies überwindet aber das Dilemma zwischen Fehlern erster und zweiter Art nicht, sondern verlagert oder verwischt es. Die Nachteile einer Ausweitung von Straftatbeständen werden daher leicht unterschätzt. Deshalb plädiere ich dafür, die faktischen Annahmen, die auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von Fehlern zweiter Art hindeuten, empirisch zu verifizieren, bevor ein Straftatbestand ausgeweitet wird
   
type journal paper
   
keywords Statistik, Beweisrecht, Kriminalpolitik, Strafbarkeit
   
language Deutsch
kind of paper journal article
date of appearance 6-6-2011
journal Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht (ZStrR)
publisher Stämpfli (Bern)
ISSN 0036-7893
volume of journal 129
number of issue 2
page(s) 194-210
review internal review
   
citation Häusermann, D. M. (2011). Fehler erster und zweiter Art im Strafrecht – oder was das Nichtingangsetzen der Parkuhr mit induktiver Statistik zu tun hat. Schweizerische Zeitschrift für Strafrecht (ZStrR), 129(2), 194-210.