University of St.Gallen
research platform alexandria
search publications
browse publications
by person
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
by year

Dispoaktien: Ein 250-Milliarden-Problem?

abstract Dispoaktien – Namenaktien einer Publikumsgesellschaft, deren Erwerber sich nicht ins Aktienbuch eintragen lassen haben und daher nicht stimmberechtigt sind – werden vielfach als "Problem" bezeichnet, insbesondere weil ein hoher Bestand an Dispoaktien es Aktionären mit weniger als 20 Prozent der ausstehenden Aktien erlaube, eine Gesellschaft faktisch zu beherrschen. In der laufenden "grossen" Aktienrechtsrevision wurde deshalb ein sogenanntes "Nominee"-Modell vorgeschlagen, welches die Aktienbucheintragung vereinfachen soll.

Die vorliegende empirische Studie schätzt die Dispobestände im schweizerischen Aktienmarkt auf 250 Milliarden Franken, was ca. 1/4 der gesamten Marktkapitalisierung entspricht. Dies ist ein Indiz, dass die Transaktionskosten der Aktienbucheintragung unnötig hoch sind. Umgekehrt trifft das Argument, Dispoaktien erlaubten es einem Grossaktionär, die Gesellschaft zu beherrschen, bloss für 5 bis 15 Prozent der Gesellschaften zu. Da ein gesetzliches Nominee-Modell die Transaktionskosten nicht unbedingt senken wird und das "Problem" der Beherrschung wegen Dispoaktien auf eine kleine Minderheit der Gesellschaften begrenzt ist, sollte ein Nominee-Modell als Opt-in-Regel ausgestaltet werden.
   
type journal paper
   
keywords Aktienrecht, Kapitalmarktrecht, Dispoaktien, empirische Rechtswissenschaften
   
project Unternehmen - Recht, Innovation und Risiko
language Deutsch
kind of paper journal article
date of appearance 15-6-2012
journal GesKR
publisher Dike Verlag (Zürich)
ISSN 1661-7673
volume of journal 2012
number of issue 02/2012
page(s) 220-230
review internal review
   
profile area LS - Business Enterprise - Law, Innovation and Risk
citation Häusermann, D. M. (2012). Dispoaktien: Ein 250-Milliarden-Problem?. GesKR, 2012(02/2012), 220-230.