Destinationsmanagement der 3. Generation, Geschäftsfeld-Innovationen in touristischen Netzwerken - Standards und Prozesse

Description

Es wird nicht bestritten, dass der Tourismus in der Tendenz innovationsschwach ist, ausser in Bereichen, wo neue Technologien die Schaffung neuer Angebote und Leistungen oder auch neuer Prozesse ermöglichten. Die Gründe hierfür liegen insbesondere (1) in der KMU-Struktur und den damit fehlenden Multiplikationsmöglichkeiten von Innovations-Investitionen sowie (2) in den ebenfalls mit der KMU-Struktur verbundenen, mangelnden Kapazitäten für systematische konzeptionelle Arbeiten, wie sie für Innovationen notwendig sind.

Leistungsträger bezogene Innovationen, falls überhaupt vorhanden, erfolgten im Bereich einzelbetrieblicher Angebote und in einigen Fällen in Netzwerken mit verschiedenen Anbietern; Prozessinnovationen waren in den vergangenen Jahren im Bereich Kommunikation und Sales sichtbar, wo stationäre und neu mobile Online-Technologien Einzug hielten und die Art, wie "wir Dinge in diesen Domänen machen", stark veränderten. Der Grund hierzu liegt im Wesentlichen darin, dass die Informations- und Kommunikations-Technologien / IKT neben den Transporttechnologien im Tourismus die schnellste Innovationsgeschwindigkeit aufweisen und deshalb diese Innovationsinputs taktgebend für viele Branchen, nicht nur touristische, sind.

Mit der immer weiter verbreiteten Einführung des Konzepts "Destinationsmanagement der 3. Generation" rücken die (kollaborativ und geographisch mehr oder weniger variabel) geführten Geschäftsfelder als strategische Planungseinheiten in den Vordergrund (statt der strukturell und geographisch eng definierten Destinationen per se).

Im Zuge der Implementierung des weiter entwickelten Konzepts "Destinationsmanagement der 3. Generation" zeigt sich, dass insbesondere bei der Entwicklung neuer (oftmals nahe liegender) Geschäftsfelder erhebliche Defizite bestehen. Diese sind nicht nur inhaltlicher Art (also, was sollen die Partner machen?), sondern gründen ebenso auf einer Geschäftsfeld-inhärenten Instabilität.

Es fehlt ein standardisierter Prozess, mit welchem in einem Innovations-Kontinuum langfristige Wettbewerbsfähigkeit geschaffen und gehalten werden kann.

Es besteht deshalb im Tourismus ein Bedarf zur Entwicklung eines Standards für betriebsübergreifende und in Netzwerken zu schaffende Innovationen (Prozesse und Inhalte). Das Innotour-Projekt "Destinationsmanagement der 3. Generation, Geschäftsfeld-Innovationen in touristischen Netzwerken - Standards und Prozesse" addressiert diese Lücke.

Additional Informationsunspecified
Commencement Date1 November 2012
Contributors Laesser, Christian (Project Manager); Beritelli, Pietro (Project Manager); Reinhold, Stephan (Project Worker) & Kappler, Arnold
Institute/School IMP - Institute for Systemic Management and Public Governance
Completion Date 30 November 2013
Publications Beritelli, Pietro; Laesser, Christian; Reinhold, Stephan & Kappler, Arnold: Das St.Galler Modell für Destinationsmanagement : Geschäftsfeldinnovation in Netzwerken. 1. Aufl.. St. Gallen : Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG), 2013, - ISBN 978-3-9523471-7-1.
Laesser, Christian; Beritelli, Pietro & Reinhold, Stephan: Einleitung -Geschäftsfeldinnovation in touristischen Netzwerken - Grundlagen und Gründe zur organisationalen Innovation im Tourismus. St. Gallen : Verlag Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG), 2013, S. 1-14.
Beritelli, Pietro & Laesser, Christian: Destinationsmanagement der 3. Generation : Das St. Galler Modell für Destinationsmanagement. St. Gallen : Verlag Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG), 2013, S. 15-52.
Beritelli, Pietro & Reinhold, Stephan: Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum St. Galler Modell für Destinationsmanagement. St. Gallen : Verlag Institut für Systemisches Management und Public Governance (IMP-HSG), 2013, S. 121-132.
Beritelli, Pietro; Laesser, Christian & Reinhold, Stephan: Geschäftsfeldinnovationen in touristischen Netzwerken. In: Business Innovation Universität St. Gallen. Berlin : Springer, 2015, S. 455-472.
Keywords St. Galler Modell für Destinationsmanagement, Destinationsmanagement, 3. Generation, Innovation, Tourism, InnoTour, Geschäftsfeld, Netzwerk
Methods Action research
Funders other
Partners ARGE "Geschäftsfeld-Innovationen", Arnold Kappler, Dr.oec.HSG CMC (Kappler Management AG)
Id 224683
Project Range Institute/School
Project Status completed
Subjects business studies
Topics Innovation, Tourism, St. Gallen Model for Destination Management, Network
Project Type applied research project
URI http://www.kappler-management.ch/g3.cfm/s_page/52070/s_mode/display/s_page/52070
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