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    Der Schweizer Ernährungsatlas 2024 – Eine Schätzmethodik des Ernährungsverhaltens der Schweizer Bevölkerung basierend auf Einkaufsdaten.
    (Institut für Handelsmanagement, Universität St.Gallen, 2025) ; ;
    Bally, Lia
    Der Schweizer Ernährungsatlas 2024 analysiert das Ernährungsverhalten der Schweizer Bevölkerung auf Basis von Einkaufsdaten und liefert datenbasierte Einblicke in Konsummuster. Der Bericht, zielt darauf ab, langfristig regionale und zeitliche Unterschiede in der Ernährung kartografisch darzustellen. Aufbauend auf der ersten Datenerhebung von 2022 umfasst die aktuelle Untersuchung 308 Haushalte, deren Einkaufs- und Konsumdaten ausgewertet wurden. Die Methodik kombiniert Einkaufsbelege von Lebensmitteleinkäufen, Lebensmittelbestellung, Restaurantbesuchen sowie Mehlzeitenbestellungen mit Nährwertdaten, um den individuellen Konsum zu modellieren. Ergänzende statistische Korrekturen und Plausibilitätskontrollen sorgen für eine hohe Datenqualität. Trotz methodischer Fortschritte bleibt der begrenzte Zugang zu umfassenden Nährwertdaten eine Herausforderung. Die Ergebnisse des Schweizer Ernährungsatlas 2024 verdeutlichen einige Veränderungen im Konsumverhalten der Schweizer Bevölkerung im Vergleich zur Erhebung von 2022 und zur menuCH-Studie (2014–2015). Mit einer täglichen Energieaufnahme von durchschnittlich 2’278 Kilokalorien pro Kopf zeigt die Erhebung von 2024 vergleichbare Werte mit der menuCH-Studie und spricht für eine präzisere Modellierung des Konsums. Bei der Analyse des Konsums der Makronährstoffe ist der steigende Anteil an Fetten, der 2024 46 % der täglichen Energieaufnahme ausmacht und damit die Empfehlungen des Bundesamts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) von maximal 35–40 % deutlich überschreitet, besonders auffällig. Auch der Eiweisskonsum hat zugenommen und weist einen Anteil von 17 % auf. Im Gegensatz dazu ist der Anteil der Kohlenhydrate von 42 % (2022) auf 39 % (2024) gesunken, während der Konsum von Zucker (alle Mono- und Disacharide) von 19 % auf 17 % zurückgegangen ist. Der Bericht unterstreicht die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit von Industrie, Politik und Forschung und trägt zur Diskussion über Ernährung und Gesundheit in der Schweiz bei.
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    Planetary Health Diet in der Schweiz 2024 - Trends und Entwicklungen
    (Institut für Handelsmanagement, Universität St.Gallen, 2025) ; ;
    Melanie Stoll
    ;
    Bally, Lia
    Dieser Bericht untersucht die aktuellen Ernährungsgewohnheiten in Schweizer Haushalten, mit einem besonderen Fokus auf den Konsum von Milchprodukten und deren pflanzlichen Milchproduktalternativen im Kontext einer gesunden und nachhaltigen Lebensmittelauswahl, in Anlehnung an die Eat-Lancet Planetary Health Diet (EAT-Lancet Commission, 2019). Zwischen 2022 und 2024 sank der Anteil omnivorer Haushalte in der Schweiz von 70.6 % auf 63.6 %. Gleichzeitig stieg der Anteil flexitarischer Haushalte von 18.3 % auf 26.6 %, was eine wachsende Bereitschaft zur bewussten Einschränkung des Fleisch- und Fischkonsums zeigt. Der Anteil ovolaktovegetarischer Haushalte nahm leicht zu (von 7.8 % auf 8.1 %). Die vegane Ernährung blieb auf einem weiterhin sehr niedrigen Niveau (von 0.5 % auf 0.3 %). Weiter zeigen die Ergebnisse dieser Studie, dass lediglich 13 % der Haushalte die Kriterien einer gesunden, nachhaltigen Nahrungsmittelauswahl erfüllen, was eine leichte Verbesserung gegenüber 11 % im Jahr 2022 darstellt. Während der Fleisch- und Fischkonsum zunehmend reduziert wird, bleibt der Konsum von Milchprodukten im Vergleich dazu auf tieferem, aber dennoch relevantem Niveau konstant. Pflanzliche Milchproduktalternativen wie Hafer- und Sojamilch gewinnen zwar an Marktanteil, bleiben jedoch im Vergleich zu Kuhmilch deutlich weniger verbreitet. Insbesondere pflanzliche Joghurtalternativen haben mit einem Marktanteil von 4.8 % im Jahr 2024 weiterhin einen marginalen Anteil am Gesamtmarkt. Haferdrink gilt als die ökologisch nachhaltigste Milchproduktalternative, während Sojamilch mit ihrem hohen Proteingehalt ernährungsphysiologisch am nächsten an Kuhmilch heranreicht. Milchproduktalternativen können Kuhmilchprodukte teilweise ersetzen, sollten jedoch mit kritischen Nährstoffen (z.B. Calcium) und Spurenelementen angereichert sein, um eine ausreichende Nährstoffversorgung sicherzustellen. Es sollte jedoch berücksichtigt werden, dass diese Milchproduktalternativen aufgrund ihres hohen Verarbeitungsgrades sowie der teilweise enthaltenen zugesetzten Salze und Zucker nicht ohne Einschränkungen sind. Kuhmilchprodukte bleiben eine wichtige und gesunde Nährstoffquelle, insbesondere zur Deckung des Calciumbedarfs, und sind auch in den neuen Ernährungsempfehlungen des Bundes vom September 2024 weiterhin ein wichtiger Bestandteil. Dennoch ist ein übermässiger Konsum von Kuhmilch mit erheblichen ökologischen Belastungen verbunden. Daher empfehlen wir einen bewussten und gemäss den nationalen Ernährungsempfehlungen orientierten Konsum.
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