University of St.Gallen
research platform alexandria
search publications
browse publications
by person
A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
by year

Erhöhter Stress bei weiblichen Führungskräften

Gudrun Sander & Ines Hartmann

fulltext etc. no fulltext attached
abstract Weibliche Führungskräfte leiden mehr noch als ihre männlichen Kollegen unter Stress - so lautetet eines der Kernergebnisse einer Studie mit ca. 500 Teilnehmenden zur Gesundheit von Führungskräften. Die Schlussfolgerung, dass effektive Gesundheitsprävention für Führungskräfte in einer Verbesserung des psychosozialen Arbeitsklimas, konkret im Gestaltungsspielraum bei der Erledigung der Aufgaben und in der Anerkennung und Wertschätzung der geleisteten Arbeit liegt, gilt daher in besonderem Masse auch für weibliche Führungskräfte. Verschiedene Perspektiven auf Gleichstellung und die aus dem zirkulären Diskurs von Gleichheit und Differenz resultierenden besonderen Phänomene, denen weibliche Führungskräfte heute in Unternehmen gegenüberstehen, erklären einen teil der erhöhten Stressbelastung bei weiblichen Führungskräften. Ein möglicher Ausweg liegt in der kritischen Hinterfragung von Selbstverständlichkeiten im Zusammenhang mit Führung und Management im Sinne von Dekonstruktionsprozessen. Die Umsetzung im Führungsalltag erfordert eine Erhöhung der Genderkompetenz bei (männlichen und weiblichen) Führungskräften im Sinne von Reflexionsbereitschaft über Konstruktionsprozesse, Wissen über Geschlechterverhältnisse im Fachgebiet und Können beim Einsatz von einzelnen Instrumenten. Positiver Nebeneffekt: Ein Unternehmen, das auf diese Weise die besondere Stressbelastung seiner Managerinnen angeht, kann dabei auch die Qualität von Führung und Management sowie die finanzielle Performance insgesamt verbessern.
   
type book chapter (Deutsch)
   
keywords Genderkompetenz, Gleichstellung, Stress, Gesundheitsprävention
   
book title Unternehmensressource Gesundheit - Weshalb die Folgen schlechter Führung kein Arzt heilen kann
editor Walter Kromm, Gunter Frank
date of appearance 2009
publisher Symposion Publishing GmbH (Düsseldorf)
page(s) 241-266
citation Sander, G., & Hartmann, I. (2009). Erhöhter Stress bei weiblichen Führungskräften. In Kromm, W., & Frank, G. (Eds.), Unternehmensressource Gesundheit - Weshalb die Folgen schlechter Führung kein Arzt heilen kann (pp. 241-266). Düsseldorf: Symposion Publishing GmbH.