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Erinnerungsverwaltung in China: Staatsarchive und Politik in der Volksrepublik

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China blickt auf eine außergewöhnliche Archivtradition zurück,
die vor allem durch die enge Verquickung von Staatspolitik,
offizieller Geschichtsschreibung und Archivwesen gekennzeichnet
ist. In der Mao-Ära dienten die Archive »als Instrumente
des Klassenkampfes« primär den politischen Interessen
der Kommunistischen Partei. Bis in die 1980er Jahre galten sie
als »vertrauliche Institutionen«, die abgeschottet von der
Öffentlichkeit dem Staat und der Partei zuarbeiteten. Trotz ihrer
schrittweisen Öffnung und Modernisierung durch die Reformpolitiker
unter Deng Xiaoping zeigt sich, dass die politische
Führung Chinas nach wie vor die Archive als Schlüsselinstitutionen
der Erinnerungslenkung und Legitimitätsschöpfung
begreift. Neben zahlreichen Interviews mit Archivaren,
Funktionären und Historikern hat Vivian Wagner eine Fülle
chinesischer Fachliteratur und vertraulicher Materialien ausgewertet.
Sie legt die erste wissenschaftliche Monografie über
das chinesische Archivsystem vor und bietet neue Einblicke in
die politische Geschichte der VR China.
   
type book (Deutsch)
   
keywords China, Archive, Erinnerung, Politik
   
date of appearance 2006
publisher Böhlau (Köln, Wien)
series title Beiträge zur Geschichtskultur (31)
ISBN 3-412-31405-6
page(s) 747
citation Wagner, V. (2006). Erinnerungsverwaltung in China: Staatsarchive und Politik in der Volksrepublik. Köln, Wien: Böhlau. - ISBN 3-412-31405-6.