«Hochschule wohin?» Die Debatte über universitäre Karrierestrukturen in der Schweiz nach 1960
Type
conference speech
Date Issued
2016
Author(s)
Abstract (De)
Die wissenschaftlichen Institutionen der westlichen Welt erfuhren in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren eine massive Expansion und Transformation. Hauptgrund dafür war der Sputnik-Schock. Angetrieben von der Angst, die wissenschaftlich-technologische Überlegenheit gegenüber der Sowjetunion zu verlieren, vervielfachten die USA und viele westeuropäische Staaten ihre Forschungsbudgets. Damit einher ging eine Neuorganisation der Wissenschaftsförderung, in deren Verlauf junge Organisationen wie die National Science Foundation oder der Schweizerischen Nationalfonds an Bedeutung gewannen. Für die Schweizer Universitäten stellte sich die Frage, wie sie die Expansion strukturell bewältigen sollten. Man richtete u.a. Assistenzprofessuren ein, ohne aber das alte Lehrstuhlprinzip in Frage zu stellen. Die Maßnahme war auch eine Antwort auf den «Brain Drain» von jungen Natur- und Technikwissenschaftlern in die USA. Dennoch nahmen viele unter jenen, die nach mehreren Jahren wieder zurückkehrten, die universitären Strukturen in der Schweiz als starr und hierarchisch wahr. 1962 entbrannte schließlich eine öffentliche Debatte über den Reformbedarf von Schweizer Universitäten. Ausgelöst hatte sie der junge Astronom Ulrich Steinlin, der wenige Jahre zuvor aus Kalifornien an die Universität Basel gewechselt war. Mein Vortrag befasst sich mit seiner Streitschrift Hochschule wohin? und mit den teils geharnischten Reaktionen von führenden Wissenschaftsfunktionären auf ihre Kritik und ihre Reformforderungen.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
HSG Profile Area
None
Event Title
Schweizer Geschichstage
Event Location
Lausanne
Event Date
09.06.2016
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
248736