Spielarten phänomenologischer Soziologie
ISBN
978-3-658-22328-1
Type
book section
Date Issued
2021
Author(s)
Editor(s)
Dreher, Jochen
Abstract (De)
Es gibt verschiedene Spielarten phänomenologischer oder phänomenologisch begründeter Soziologie, die das Verhältnis von Phänomenologie und Soziologie je unterschiedlich interpretieren. Als Erstes wird Luckmanns These diskutiert, dass Phänomenologie und Soziologie strikt auseinandergehalten werden müssen. Zweitens wird dargelegt, wie Garfinkel die phänomenologische Lebensweltanalyse als Alternative zum strukturfunktionalistischen Paradigma interpretierte und sie in einen soziologischen Ansatz transformierte: in die „Ethnomethodologie“. Drittens wird die Position von George Psathas skizziert, der eine „phänomenologische Soziologie“ in Anlehnung an Schütz und Garfinkel vertrat. Eine „Sozialphänomenologie“ schließlich proklamierte Richard Grathoff mit seiner Milieutheorie. Anschließend werden vier Ansätze aus der deutschsprachigen Soziologie vorgestellt, die phänomenologische Reflexion wesentlich enger mit der empirischen Forschung verknüpfen, wie die phänomenologisch-soziologische Parallelaktion, die lebensweltanalytische Ethnographie, die Ethnophänomenologie und die phänomenologische Hermeneutik.
Language
German
Book title
Mathesis universalis – Die aktuelle Relevanz der "Strukturen der Lebenswelt"
Publisher
Springer VS
Publisher place
Wiesbaden
Start page
15
End page
49
Pages
35
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
265743