Zulässigkeit von Geheimhaltungsklauseln zur Lohnhöhe
Journal
AJP
Type
journal article
Author(s)
Abstract (De)
Wie sollen Frau und Mann wissen, ob der ihnen zustehende verfassungsmässige Lohngleichheitsanspruch aus Art. 8 Abs. 3 Satz 3 BV erfüllt ist, wenn sie aufgrund der Geheimhaltungsklauseln in ihrem Arbeitsvertrag nicht über ihre Lohnhöhe sprechen dürfen? Das Gespräch über den Lohn ist eine notwendige Voraussetzung zur Grundrechtsausübung. Aufgrund der Drittwirkung des verfassungsmässigen Lohngleichheitsgebots sind sowohl der Staat als auch der private Arbeitgeber verpflichtet, den grundrechtlichen Schutz sicherzustellen. Wo jedoch der Grundrechtsschutz beginnt, ob die Rahmenbedingungen der Grundrechte ebenfalls unter diesen Schutz fallen und ob Geheimhaltungsabreden zur Lohnhöhe generell als zulässig gelten können oder nicht, ist weitgehend ungeklärt. Der vorliegende Artikel will auf diese bisher kaum geführte, aber längst notwendige Diskussion aufmerksam machen und eine eigene umfassende Zulässigkeitsprüfung der Geheimhaltungsklauseln vornehmen, die wiederum vertiefte Kenntnisse des Verfassungs- und Obligationenrechts sowie des Gleichstellungsgesetzes erfordert.
Language
German
Refereed
No
Publisher
DIKE Verlag
Start page
848
End page
853
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
268880
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
Arndgen Charlotte, Zulässigkeit von Geheimhaltungsklauseln zur Lohnhöhe, AJP 2022 S. 848 ff..pdf
Size
234.21 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
b7712770c7cb5ddff762db8467443160