Das Netz der Netze: Die internationale Bodensee-Agenda 21 mit Open Space
ISBN
978-3-409-11971-9
Type
book section
Date Issued
2002
Author(s)
Editor(s)
Weber, Susanne
Abstract (De)
Der vorliegende Beitrag beschreibt Vernetzungsaktivitäten im Bereich Nachhaltige Regionalentwicklung in der internationalen Bodenseeregion. Konkret geht es um das Konzept und die Durchführung des Symposiums 2000 der Bodensee Agenda 21. Dieses Symposium fand unter dem Motto "Wir knüpfen ein Netz" im November 2000 in Bregenz (A) statt. Die Bodensee Agenda 21 (BA 21) wurde als Prozess gestartet mit dem Ziel, eine Netzwerkstruktur für die Regionalentwicklung aufzubauen und den internationalen Austausch der Aktiven vor Ort zu unterstützen. Sie soll ein Bindeglied zwischen den bestehenden "Lokalen Agenden 21" und der staatlichen Nachhaltigkeitspolitik sein. Der Prozess der BA 21 läuft seit 1998 und wird - mit wechselnder externer Beratung und Begleitung - von einer internen Projektgruppe gesteuert. Diese Steuerungsgruppe besteht vor allem aus führenden Verwaltungsmitarbeitern der Bodenseeanrainer, die in der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) organisiert sind (Länder Baden-Württemberg, Bayern und Vorarlberg sowie Kantone Schaffhausen, Zürich, Thurgau, St. Gallen, Appenzell-Ausserrhoden, Appenzell-Innerrhoden und das Fürstentum Liechtenstein). Da Vernetzung zwischen Projekten und Gleichgesinnten im Bereich nachhaltige Regionalentwicklung auch schon vor dem Start der BA 21 stattgefunden haben, kann die BA 21 auf einigen Netzwerkansätzen und vor allem auf lokale Initiativen aufbauen. Zwischen wichtigen Kernakteuren bestehen bereits Beziehungen, die teils von einer gemeinsamen Einstellung zur nachhaltigen Regionalentwicklung, teils durch Zusammenarbeit im gleichen Arbeitsfeld geprägt sind. Eine Schwierigkeit besteht darin, keine Konkurrenzverhältnisse zu bestehenden Netzen zu schaffen, sondern diese zu verbinden. Zugleich muss davon ausgegangen werden, dass weite Teile der potentiellen Netzwerkmitglieder bisher kaum vernetzt sind. In dieser Situation hat die Steuerungsgruppe im Frühjahr 2000 die Durchführung eines speziellen Vernetzungssymposiums ausgeschrieben. Generelles Ziel der Veranstaltung ist die "Vernetzung" zwischen Agenda-Aktiven als verantwortlichen Entscheidern aus der gesamten Bodenseeregion. Das Symposium sollte eine offene Arena für die öffentliche Auseinandersetzung mit der Bodensee Agenda schaffen. Schliesslich ist ein Agenda 21-Prozess ein grundlegender Wandel von Wertvorstellungen in der Gesellschaft. Er kann nur schrittweise erfolgen und alle Beteiligten müssen einen weitgehenden Lernprozess durchlaufen. Die Vernetzung findet in diesem Zusammenhang institutionen- und staatsgrenzübergreifend statt. Teile des Netzwerks sind bereits von Beziehungen geprägt, die auf Vertrauen und einer gemeinsamen Einstellung zur nachhaltigen Regionalentwicklung basieren. Viele potentielle Mitglieder sind jedoch noch nicht vernetzt. Deshalb musste die Veranstaltung attraktiv genug sein, um eine genügende Breitenwirkung zu erzielen. Zugleich sollte auf die unterschiedliche Herkunft der TeilnehmerInnen und die Vielfalt ihrer individuellen Hintergründe eingegangen werden.
Language
German
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
Book title
Vernetzungsprozesse gestalten : Erfahrungen aus der Beraterpraxis mit Grossgruppen und Organisationen
Publisher
Gabler
Publisher place
Wiesbaden
Volume
1. Aufl.
Start page
221
End page
230
Pages
10
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
13562