Die WTO-Streitschlichtung aus einer Law and Economics Perspektive
Series
Discussion Paper
Type
discussion paper
Date Issued
2000-06-01
Author(s)
Abstract (De)
Dieser Aufsatz untersucht den WTO-Streitschlichtungsmechanismus mit den Methoden der ökonomischen Analyse des Rechts (Law and Economics). Zunächst werden die institutionellen Regeln der WTO-Streitschlichtung vorgestellt, und es wird ein Überblick über die Law and Economics Literatur gegeben. Obwohl sich diese Literatur vorrangig der Analyse von Zivilprozessen zuwendet, kann die dabei entwickelte Methodik - mit gewissen Anpassungen - auch für die Analyse des neuen WTO-Streitschlichtungssystems verwendet werden. Eine entsprechende Untersuchung ergibt, dass die Hauptschwäche des Verfahrens bei der Umsetzung von Empfehlungen des WTO-Streitschlichtungsorgans liegt: Ohne supranationale Durchsetzung und angesichts der begrenzten Reichweite von Vergeltungsmassnahmen fehlt es an Anreizen für eine zügige Umsetzung der Empfehlungen. Dies gilt in besonderem Masse, falls das umsetzungspflichtige Land wirtschaftlich gross ist. Weitet man die Analyse auf vorgelagerte Verfahrensschritte aus, so erhärtet sich die Vermutung, dass im Streitschlichtungssystem selbst nur geringe Anreize für WTO-konformes Verhalten zu finden sind. Solche Anreize liegen vor allem ausserhalb der Streitschlichtung und treten in Form von Reputationskosten des Rechtsbruchs auf. Sie können sich etwa in einer geschwächten Position des entsprechenden Landes bei zukünftigen Verhandlungen oder gar im Zerfall der gesamten multilateralen Handelsordnung äussern.
Language
German
Keywords
World Trade Organisation
HSG Classification
contribution to scientific community
Refereed
No
Number
no. 2000-13
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
15187
File(s)![Thumbnail Image]()
Name
h00hlwec.pdf
Size
230.29 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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