Cockpit Beitrag 1 : Neuigkeiten aus dem Luftfahrtkompetenzzentrum der Universität St. Gallen
Journal
Cockpit
ISSN
0010-0110
Type
newspaper article
Date Issued
2009-01-31
Author(s)
Abstract (De)
Neuigkeiten aus dem Luftfahrtkompetenzcenter der Universität St. Gallen
Das CFAC-HSG kurz vorgestellt:
Als eine von Europas führenden Wirtschaftsuniversitäten ist es das Ziel der Universität St.Gallen (HSG), internationale Anerkennung durch vorzügliche Qualität in der Lehre und Forschung in ausgewählten wissenschaftlichen Forschungsfeldern zu erlangen. Die HSG offeriert ein attraktives Umfeld für junge und erfahrene Forscher und engagiert sich in der Karriereplanung für junge Talente.
Das Center for Aviation Competence wurde am 1.7.2005 an der HSG gegründet. Es ist ein institutsübergreifendes und unabhängiges Forschungscenter an der HSG. Unter dem Dach des CFAC arbeiten fünf HSG-Institute und ein Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur zusammen. Ebenfalls wird in Projekten mit der ETH-Zürich zusammengearbeitet. Weitere Kooperationen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur und der Zeppelin Universität in Friedrichshafen werden angestrebt.
Das Center arbeitet in der wissenschaftlichen Forschung, der universitären Aus- und Weiterbildung sowie im Bereich Dienstleistungen für private Unternehmen und öffentliche Institutionen. Die Arbeit der angewandten Forschung und Beratung des Centers konzentriert sich auf die Kompetenzen der involvierten Institute (Tourismus, Dienstleistungsmarketing, Volks- und Betriebswirtschaft, Finanzwesen, operatives Management, Transport, Logistik, Arbeitsrecht, Corporate Governance), welche zusammen etwa 100 wissenschaftliche Forscher beschäftigen. Es werden Beratungs- und Weiterbildungsleistungen im Bereich der Luftfahrt angeboten. Projekte werden auf der Basis von Marktforschungen, generiertem Wissen durch wissenschaftliche Forschung, Publikationen und der Erfahrung unserer Fachräte und Partner im Bereich Luftfahrt durchgeführt.
Die Ziele des CFAC-HSG werden von Gönnern, sowohl Unternehmen als auch öffentlichen Einrichtungen, aus der Praxis unterstützt.
Die neuste Studie: Luftfahrt im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft
Der Verkehr verursacht nebst positiven auch negative Effekte. Umweltverschmutzung und Lärm sind negative Externalitäten. Die dadurch entstehenden Kosten müssen durch die Wirtschaft und Gesellschaft getragen werden. Aus der Perspektive einer effizienten und nachhaltigen Entwicklung dürfen die ökologischen Grenzkosten, die aus dem Verkehr resultieren, nicht höher sein als der zusätzliche Nutzen, der für die Wirtschaft und Gesellschaft bei einem wachsenden Verkehrsangebot entsteht. Damit wird die nachhaltige Entwicklung durch drei Dimensionen abgegrenzt. Es sind die Wirtschaft und damit das Marktpotential ab Zürich und seine Wirkung auf die Schweiz, die Umwelt mit den Luftschadstoffen und Lärmimissionen und die Gesellschaft mit dem Potential sozialer Kontakte.
Die Luftfahrt muss in Bezug zu ihrer räumlichen Wirkung beurteilt werden (NHL-Synthesegericht BAZL, ARE, BAFU, SECO). Je nach Betrachtungsebene (regional, national, international) entstehen unterschiedliche Konflikte zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten. Auf regionaler Ebene spielen die Politik und aus wirtschaftlicher Perspektive beispielsweise Arbeitsplätze, Standortanbindung und Wohnqualität eine wichtige Rolle. Aus Umweltperspektive sind es die Abgase und die Lärmimissionen. Aus gesellschaftlicher Perspektive sind es die soziale Interaktion und die Mobilität, welche heute als Lebensqualitätsfaktoren gelten. Auf nationaler Ebene sind die Standortattraktivität und die Exportorientierung wichtige ökonomische Faktoren. Emissionen spielen aus Umweltperspektive eine bedeutende Rolle und aus gesellschaftlicher Sichtweise gilt ebenfalls, dass Mobilität als Lebensqualität wahrgenommen wird. Auf internationaler Ebene ist die Konkurrenzfähigkeit eines Landes von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Im Umweltbereich wird von weltweitem Klimawandel gesprochen und gesellschaftlich sind die globalen Mobilitätsbedürfnisse massgebend.
Der Fokus dieser Fallstudie liegt auf dem Luftverkehr und dessen nachhaltiger Entwicklung für den Grossraum Zürich. Bei der Analyse der Luftschadstoffquellen des Flughafens Zürich wurde der Flugbetrieb (Lande-Start-Zyklus der Flugbewegungen bis auf 950 Meter über Grund), die Abfertigung und die Infrastruktur berücksichtigt. Der sich daraus ergebende Flughafenperimeter beinhaltet auch die Lärmimissionen über 55 dB.
Die Studie mit dem Titel "Luftfahrt im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft - Untersuchung der Luftfahrtentwicklung unter Einbezug von Reisezeitersparnissen und Emissionen am Beispiel des Interkontinentalflughafens Zürich" finden Sie unter:
Die neuen Schriften zur Luftfahrt des CFAC (CFAC-SZL):
Das CFAC-HSG hat kürzlich den ersten Band der CFAC Schriften zur Luftfahrt publiziert. Das Thema des ersten Bandes sind die Auswirkungen supranationaler Regulierungen in der Luftfahrt. Die Luftfahrt wird geprägt durch supranationale Regulierungen. Nationale Behörden haben nur wenige Möglichkeiten, in diesem Bereich selbst regulierend einzugreifen. Umso bedeutender ist es deshalb, wie supranationale Regulierungen national umgesetzt werden. Mit der Umsetzung sind unter Um¬ständen Wettbewerbswirkungen für die Akteure der Luftfahrt verbunden. Diese Problematik wird mit dem ersten Band der Schriftenreihe aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht. Dabei soll gleichzeitig grundlegendes Fachwissen bezüglich internationale Organisationen und Normen in der Luftfahrt ver¬mittelt werden. Für weitere Bände dieser Schriftenreihe ist damit der Grundstein gelegt. Die Schriftenreihe erscheint beim Dike Verlag.
Das CFAC-HSG kurz vorgestellt:
Als eine von Europas führenden Wirtschaftsuniversitäten ist es das Ziel der Universität St.Gallen (HSG), internationale Anerkennung durch vorzügliche Qualität in der Lehre und Forschung in ausgewählten wissenschaftlichen Forschungsfeldern zu erlangen. Die HSG offeriert ein attraktives Umfeld für junge und erfahrene Forscher und engagiert sich in der Karriereplanung für junge Talente.
Das Center for Aviation Competence wurde am 1.7.2005 an der HSG gegründet. Es ist ein institutsübergreifendes und unabhängiges Forschungscenter an der HSG. Unter dem Dach des CFAC arbeiten fünf HSG-Institute und ein Institut der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Chur zusammen. Ebenfalls wird in Projekten mit der ETH-Zürich zusammengearbeitet. Weitere Kooperationen mit der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur und der Zeppelin Universität in Friedrichshafen werden angestrebt.
Das Center arbeitet in der wissenschaftlichen Forschung, der universitären Aus- und Weiterbildung sowie im Bereich Dienstleistungen für private Unternehmen und öffentliche Institutionen. Die Arbeit der angewandten Forschung und Beratung des Centers konzentriert sich auf die Kompetenzen der involvierten Institute (Tourismus, Dienstleistungsmarketing, Volks- und Betriebswirtschaft, Finanzwesen, operatives Management, Transport, Logistik, Arbeitsrecht, Corporate Governance), welche zusammen etwa 100 wissenschaftliche Forscher beschäftigen. Es werden Beratungs- und Weiterbildungsleistungen im Bereich der Luftfahrt angeboten. Projekte werden auf der Basis von Marktforschungen, generiertem Wissen durch wissenschaftliche Forschung, Publikationen und der Erfahrung unserer Fachräte und Partner im Bereich Luftfahrt durchgeführt.
Die Ziele des CFAC-HSG werden von Gönnern, sowohl Unternehmen als auch öffentlichen Einrichtungen, aus der Praxis unterstützt.
Die neuste Studie: Luftfahrt im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft
Der Verkehr verursacht nebst positiven auch negative Effekte. Umweltverschmutzung und Lärm sind negative Externalitäten. Die dadurch entstehenden Kosten müssen durch die Wirtschaft und Gesellschaft getragen werden. Aus der Perspektive einer effizienten und nachhaltigen Entwicklung dürfen die ökologischen Grenzkosten, die aus dem Verkehr resultieren, nicht höher sein als der zusätzliche Nutzen, der für die Wirtschaft und Gesellschaft bei einem wachsenden Verkehrsangebot entsteht. Damit wird die nachhaltige Entwicklung durch drei Dimensionen abgegrenzt. Es sind die Wirtschaft und damit das Marktpotential ab Zürich und seine Wirkung auf die Schweiz, die Umwelt mit den Luftschadstoffen und Lärmimissionen und die Gesellschaft mit dem Potential sozialer Kontakte.
Die Luftfahrt muss in Bezug zu ihrer räumlichen Wirkung beurteilt werden (NHL-Synthesegericht BAZL, ARE, BAFU, SECO). Je nach Betrachtungsebene (regional, national, international) entstehen unterschiedliche Konflikte zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Aspekten. Auf regionaler Ebene spielen die Politik und aus wirtschaftlicher Perspektive beispielsweise Arbeitsplätze, Standortanbindung und Wohnqualität eine wichtige Rolle. Aus Umweltperspektive sind es die Abgase und die Lärmimissionen. Aus gesellschaftlicher Perspektive sind es die soziale Interaktion und die Mobilität, welche heute als Lebensqualitätsfaktoren gelten. Auf nationaler Ebene sind die Standortattraktivität und die Exportorientierung wichtige ökonomische Faktoren. Emissionen spielen aus Umweltperspektive eine bedeutende Rolle und aus gesellschaftlicher Sichtweise gilt ebenfalls, dass Mobilität als Lebensqualität wahrgenommen wird. Auf internationaler Ebene ist die Konkurrenzfähigkeit eines Landes von hoher wirtschaftlicher Bedeutung. Im Umweltbereich wird von weltweitem Klimawandel gesprochen und gesellschaftlich sind die globalen Mobilitätsbedürfnisse massgebend.
Der Fokus dieser Fallstudie liegt auf dem Luftverkehr und dessen nachhaltiger Entwicklung für den Grossraum Zürich. Bei der Analyse der Luftschadstoffquellen des Flughafens Zürich wurde der Flugbetrieb (Lande-Start-Zyklus der Flugbewegungen bis auf 950 Meter über Grund), die Abfertigung und die Infrastruktur berücksichtigt. Der sich daraus ergebende Flughafenperimeter beinhaltet auch die Lärmimissionen über 55 dB.
Die Studie mit dem Titel "Luftfahrt im Spannungsfeld von Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft - Untersuchung der Luftfahrtentwicklung unter Einbezug von Reisezeitersparnissen und Emissionen am Beispiel des Interkontinentalflughafens Zürich" finden Sie unter:
Die neuen Schriften zur Luftfahrt des CFAC (CFAC-SZL):
Das CFAC-HSG hat kürzlich den ersten Band der CFAC Schriften zur Luftfahrt publiziert. Das Thema des ersten Bandes sind die Auswirkungen supranationaler Regulierungen in der Luftfahrt. Die Luftfahrt wird geprägt durch supranationale Regulierungen. Nationale Behörden haben nur wenige Möglichkeiten, in diesem Bereich selbst regulierend einzugreifen. Umso bedeutender ist es deshalb, wie supranationale Regulierungen national umgesetzt werden. Mit der Umsetzung sind unter Um¬ständen Wettbewerbswirkungen für die Akteure der Luftfahrt verbunden. Diese Problematik wird mit dem ersten Band der Schriftenreihe aus verschiedenen Blickwinkeln untersucht. Dabei soll gleichzeitig grundlegendes Fachwissen bezüglich internationale Organisationen und Normen in der Luftfahrt ver¬mittelt werden. Für weitere Bände dieser Schriftenreihe ist damit der Grundstein gelegt. Die Schriftenreihe erscheint beim Dike Verlag.
Language
German
Keywords
CFAC
Luftfahrt
Wirtschaft
Umwelt
Gesellschaft
CFAC-SZL
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
No
Publisher
Ziegler Druck- und Verlags-AG
Publisher place
Winterthur
Volume
50
Number
1
Start page
26
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
52663