Freundschaft bei Aristoteles und in Zeiten des WorldWideWeb
Type
presentation
Date Issued
2013-12-11
Author(s)
Abstract (De)
Mit seiner Untersuchung der Freundschaft verfolgt Aristoteles - wie man das von ihm nicht anders gewohnt ist - zum einen das Ziel, alle zum Thema Freundschaft gehörenden Phänomene auf empirischer Basis darzulegen und zum anderen das Ziel, alle diese Phänomene in eine klare normative Hierarchie zu bringen. Resultat ist eine - auch das ist man von Aristoteles nicht anders gewohnt - epochemachende Darstellung der Thematik, an der bis in unsere Zeit kein/e Autor/in vorbeikommt, der/die zum Thema Freundschaft arbeitet. Im Zentrum dieser aristotelischen Untersuchung steht die Freundschaft zwischen zwei tugendhaften Männern, um der Tugend, nicht etwa um des Nutzens oder des Genusses, willen, welche von Aristoteles als ethisch hochwertigste Form der Freundschaft gepriesen wird. Diesem Begriff von höchster Freundschaft teilt Aristoteles ganz bestimmte Attribute zu, die es zu erfüllen gilt, wenn eine Beziehung zwischen Menschen unter diese Art von Freundschaft qualifiziert werden soll, z.B., dass diese Freundschaft so intensiv ist, dass jeder Mensch schon allein aus Zeitgründen nur einen solchen Freund haben kann. Inwieweit sich das so entstehende Ideal von perfekter Freundschaft in Zeiten des Internets - Zeiten, in denen sich manch Internetnutzer damit brüstet, tausend und mehr "Freunde" zu haben - noch halten lässt oder aber vielleicht erst recht relevant wird, ist eine der Fragen, denen ich an diesem Abend mit Ihnen zusammen gerne nachgehen möchte.
Language
German
Keywords
Freundschaft
Aristoteles
Internet
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
No
Event Location
St. Gallen
Subject(s)
Division(s)
Eprints ID
228127