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Details

Profile of a Fraudster : Sind Persönlichkeitsmerkmale entscheidend?

Type
presentation
Date Issued
2013-12-06
Author(s)
Schuchter, Alexander  
Abstract (De)
Ausschnitt: Viele Unternehmen verletzen Gesetze in bestimmten Gebieten, jedoch nicht in anderen Gebieten, obwohl das Personal dasselbe ist. (Wenn also allein Persönlichkeitsmerkmale für das Auftreten von dolosen Handlungen in Unternehmen eine Rolle spielten, dann wäre nicht zu erwarten, dass Personen in unterschiedlichen Situationen bestimmte Gesetze unterschiedlich häufig verletzen.) Viele Unternehmen verletzten über Jahrzehnte Gesetze, obwohl das Personal bereits vollständig gewechselt hat. (Wenn die Persönlichkeit von Individuen das Auftreten von dolosen Handlungen erklären könnte, dann wäre zu erwarten, dass bei Änderung des Personals die Häufigkeit oder Art der Wirtschaftskriminalität wechselt.) (Quelle: Schuchter, Perspektiven verurteilter Wirtschaftsstraftäter, 2012, S. 81.)

Fazit: Die These, dass Individuen mit bestimmten Persönlichkeitsmerkmalen
eher Wirtschaftsdelikte begehen, wird abgelehnt.

Exkurs: ISA 240 "The Auditor's Responsibilities Relating to Fraud in an Audit of Financial Statements" (und ISA 250 "Consideration of Laws and Regulations in an Audit of Financial Statements"; SAS 99 "Consideration of Fraud in a Financial Statement Audit") sowie IDW PS 210 "zur Aufdeckung von Unregelmässigkeiten im Rahmen der Abschlussprüfung" definieren die Pflichten des Abschlussprüfers im Hinblick auf die Identifizierung von "Unregelmässigkeiten", die sich in unbeabsichtigte "Unrichtigkeiten" oder "Error", beabsichtigte "Verstösse" oder "Fraud" und absichtliche sowie unabsichtliche "sonstige Gesetzesverstösse" gruppieren. Gemäss IDW PS 210 ist der oftmals vielfältig verwendete Ausdruck "Fraud" als Überbegriff von "Täuschungen und Vermögensschädigungen" zu verstehen. IDW PS 210 geht unter dem Aspekt der Aufdeckung von Unregelmässigkeiten auch auf die entsprechende Ausrichtung der Abschlussprüfung ein, beschreibt die Risikobeurteilung und legt Massnahmen bereits bei der Vermutung und Aufdeckung von Unregelmässigkeiten fest. Vor allem nach den umfassenden Überarbeitungen von IDW PS 210 im Jahr 2006 (zudem wurde der Prüfungsstandard im Rahmen der Anpassungen an die durch das "Clarity Project" modifizierten ISA im Jahr 2010 erweitert) richtet sich der Fokus der Prüfungspraxis - neben der Verschärfung der berufsüblichen Skepsis - verstärkt auf die aktive Aufdeckung von Fraud.
Language
German
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
No
Event Title
EY (früher Ernst & Young) GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Event Location
Stuttgart
URL
https://www.alexandria.unisg.ch/handle/20.500.14171/88345
Subject(s)

business studies

Division(s)

ACA - Institute of Ac...

Eprints ID
227934
Support
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