Zunehmende Repression : Nach den Wahlen gehen in Russland Staat und Gesellschaft zueinander auf Distanz
Journal
Neue Zürcher Zeitung : NZZ
ISSN
0376-6829
Type
newspaper article
Date Issued
2012-06-15
Author(s)
Abstract (De)
Auf die Wahl folgt die Repression: Kaum ist Wladimir Putin im Präsidentenamt bestätigt, zieht er die Schrauben wieder an. Zu Beginn dieser Woche führte die Polizei bei zehn prominenten Oppositionellen, darunter Alexei Nawalny, Sergei Udalzow, Ilja Jaschin, Boris Nemzow und Xenia Sobtschak, Hausdurchsuchungen durch. Besonders im Visier hat die Staatsmacht den einflussreichen Blogger Nawalny. Am 5. Juni verurteilte ein Moskauer Bezirksgericht diesen zu einer Geldstrafe, weil er die Regierungspartei Einiges Russland in der Dezemberausgabe der Zeitschrift «Esquire» erneut als «Partei von Dieben und Betrügern» bezeichnet hatte. Die Regierungspartei will Nawalny nun mit seinen eigenen Methoden schlagen. Am 13. Juni soll eine Website online gehen, auf der sich User über Nawalny und seine Diskreditierung der Regierungspartei beschweren können. Das erklärte Ziel dieser Aktion besteht darin, eine Sammelklage gegen Nawalny anzustrengen und ihn zu Entschädigungszahlungen zu zwingen. Im Moment hat allerdings Nawalny die Nase vorn. Die Hausdurchsuchung dokumentierte er mit Fotos auf seinem Twitter-Account gezeigt werden zwei Beamte, die in der Stofftiersammlung von Nawalnys Kindern wühlen.
Language
German
HSG Classification
contribution to practical use / society
Refereed
No
Publisher
Neue Zürcher Zeitung
Publisher place
Zürich
Volume
233
Number
137
Start page
57
Subject(s)
Eprints ID
212888
File(s)![Thumbnail Image]()
open.access
Name
2012_Schmid_NZZ_Repression.pdf
Size
490.19 KB
Format
Adobe PDF
Checksum (MD5)
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